Produktknappheit, unzureichende Produktionskapazitäten und Antidumpingzölle
Die unsichere Situation im Jahr 2020 im Zusammenhang mit COVID-19 führte in zahlreichen Branchen zu nachvollziehbarer Vorsicht. Lagerbestellungen wurden ausgesetzt, Wartungsarbeiten verschoben und Produktionskapazitäten reduziert. Dieses Szenario spielte sich auch bei Herstellern von Verbindungselementen weltweit ab. Die Vorsicht hatte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit am Markt und damit auf das Preisniveau von Verbindungselementen. Die Ankündigung der Europäischen Kommission, Antidumpingzölle (ADD) auf eine Reihe von Verbindungselementen aus Stahl aus China einzuführen, verschärfte die Situation zusätzlich.
Europäische Händler von Verbindungselementen werden dadurch faktisch gezwungen, aktiv nach alternativen Beschaffungsquellen zu suchen. Diese Entwicklung begann bereits 2018, als amerikanische Unternehmen aufgrund der angespannten Beziehungen zwischen den USA und China nach Lieferquellen außerhalb Chinas suchten. Dadurch waren die Auftragsbücher asiatischer Hersteller außerhalb Chinas bereits gut gefüllt. Insbesondere Anfang 2021 folgten viele europäische Händler demselben Weg, wodurch die Produktionskapazitäten außerhalb Chinas schnell an ihre Grenzen stießen. Angesichts der Tatsache, dass China etwa 60 % der weltweiten Produktionskapazität für Schrauben hält, unterstreicht dies die Dringlichkeit der Marktsituation, in der sich Produktknappheit und unzureichende Produktionskapazitäten gegenseitig verstärken.
Die Ankündigung der Europäischen Kommission betrifft Zölle zwischen 22,1 % und 86,5 % auf Verbindungselemente aus Stahl. Das voraussichtliche Datum der Einführung der Antidumpingzölle war der 17. Februar.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.