Verbindungsmuttern zum Verbinden und Verlängern von Gewindestangen
Verbindungsmuttern werden verwendet, um zwei Gewindestangen oder Stehbolzen miteinander zu verbinden oder eine bestehende Gewindeverbindung zu verlängern. Im Sortiment von Fabory finden Sie sowohl Sechskant-Verbindungsmuttern als auch runde Verbindungsmuttern für unterschiedlichste Anwendungen.
In der Praxis werden auch Begriffe wie Kupplungsmutter, Verlängerungsmutter oder Langmutter verwendet. Diese Bezeichnungen beschreiben im Wesentlichen denselben Verbindungstyp: eine Mutter zum Verbinden oder Verlängern von Gewindestangen und Stehbolzen.
DIN 6334: eine weit verbreitete Bezeichnung ohne offiziellen Normstatus
Vielleicht ist Ihnen die Bezeichnung DIN 6334 im Zusammenhang mit Sechskant-Verbindungsmuttern bereits begegnet. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass diese Bezeichnung nie als offizielle DIN-Norm für dieses Produkt veröffentlicht wurde.
Warum findet man die Bezeichnung dennoch so häufig in Katalogen und technischen Unterlagen?
Sie hat sich weltweit als Bezeichnung für vollständig durchgängige Sechskant-Verbindungsmuttern mit einer Höhe von 3×D (dem Dreifachen des Nenndurchmessers) etabliert.
Die Geometrie einer 3×D-Verbindungsmutter ist in der Industrie allgemein anerkannt und wird weltweit nach weitgehend einheitlichen Abmessungen gefertigt. Der Verweis auf DIN 6334 ist zwar formal nicht korrekt, die Bauform selbst ist jedoch branchenweit etabliert und allgemein akzeptiert.
Da keine offizielle Norm existiert, lassen sich Eigenschaften wie Festigkeitsklasse, Toleranzen oder Anzugsdrehmomente nicht aus der Bezeichnung DIN 6334 ableiten. Verbindungsmuttern sind in verschiedenen Festigkeits- und Werkstoffklassen erhältlich, beispielsweise in Festigkeitsklasse 10 oder aus Edelstahl der Festigkeitsklasse 50. Diese Eigenschaften hängen von der jeweiligen Ausführung und dem Hersteller ab und nicht von der Bezeichnung DIN 6334.
Sechskant- und runde Verbindungsmuttern
Sechskant-Verbindungsmuttern eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen die Verbindung gut zugänglich ist und mit Standardwerkzeugen montiert werden kann. Runde Verbindungsmuttern besitzen eine zylindrische Form und werden häufig eingesetzt, wenn eine kompakte oder unauffällige Verbindung gewünscht ist.
Einsatzbereiche von Verbindungsmuttern
Verbindungsmuttern dienen dazu, zwei Gewindestangen oder Stehbolzen miteinander zu verbinden. Dabei sollten beide Gewindeenden ausreichend weit in die Mutter eingeschraubt werden. Idealerweise treffen sich die Gewindeenden in der Mitte der Verbindungsmutter, sodass die gesamte Gewindelänge optimal genutzt wird.
Ist für die Verbindung eine Standardmutter ausreichend, wird häufig diese Lösung gewählt. Zum Verbinden zweier Gewindestangen oder zum Verlängern einer bestehenden Gewindeverbindung ist eine Verbindungsmutter jedoch die praktischere Lösung.
Die richtige Materialwahl
Die Wahl des Werkstoffs beeinflusst sowohl die Korrosionsbeständigkeit als auch die mechanischen Eigenschaften der Verbindung. Bei Fabory erhalten Sie Verbindungsmuttern aus Stahl, Edelstahl, Messing und Automatenstahl.
Ausführungen aus Stahl sind zudem mit verschiedenen Oberflächen erhältlich, darunter blank, galvanisch verzinkt und feuerverzinkt.
Achten Sie bei der Auswahl einer Verbindungsmutter darauf, dass Werkstoff und Oberflächenbeschichtung zum verwendeten Gewindestab oder Stehbolzen passen.
Die passende Verbindungsmutter auswählen
Mithilfe der Filter finden Sie schnell die Verbindungsmutter, die Ihren Anforderungen entspricht. Entdecken Sie das Sortiment von Fabory und wählen Sie die passende Ausführung für Ihre Anwendung.
Häufig gestellte Fragen zu Verbindungsmuttern
Bis zu welcher Temperatur kann eine Verbindungsmutter eingesetzt werden?
Die maximal zulässige Einsatztemperatur hängt vom Werkstoff, der Festigkeitsklasse und der Oberflächenbeschichtung der Verbindungsmutter ab. Bei Anwendungen mit erhöhten Temperaturen sollten stets die Produktspezifikationen beziehungsweise die Herstellerangaben berücksichtigt werden.
Mit welcher Festigkeitsklasse kann ich eine Verbindungsmutter ohne Kennzeichnung vergleichen?
Nicht jede Verbindungsmutter ist mit einer Festigkeitsklasse gekennzeichnet. Die mechanischen Eigenschaften richten sich nach Werkstoff und Ausführung. Prüfen Sie daher immer die technischen Angaben des Herstellers.
Wie weit muss eine Gewindestange in eine Verbindungsmutter eingeschraubt werden?
Beide Gewindeenden sollten ausreichend weit in die Verbindungsmutter eingeschraubt werden. Idealerweise treffen sie sich in der Mitte der Mutter, damit die verfügbare Gewindelänge vollständig genutzt wird.
Warum wird bei Verbindungsmuttern häufig auf DIN 6334 verwiesen?
DIN 6334 wird in Katalogen und technischen Unterlagen häufig als Bezeichnung für vollständig durchgängige Sechskant-Verbindungsmuttern mit einer Höhe von 3×D verwendet. Tatsächlich wurde DIN 6334 jedoch nie als offizielle DIN-Norm für Verbindungsmuttern veröffentlicht. In der Praxis dient die Bezeichnung als allgemein anerkannte Beschreibung einer bestimmten Bauform und nicht als formale Norm.
Wann sollte ich das Material der Verbindungsmutter auf die Gewindestange abstimmen?
Bei der Auswahl einer Verbindungsmutter sollten Werkstoff, Oberflächenbeschichtung und – sofern relevant – die mechanischen Eigenschaften zum verwendeten Gewindestab oder Stehbolzen passen. So bleibt die Leistungsfähigkeit der Verbindung erhalten.