ISO 2338
ISO 2338 bezeichnet einen international genormten Zylinderstift, der in vielen Branchen als Passstift zur präzisen Fixierung von Bauteilen dient. Diese zylindrischen Stifte ohne Kopf sorgen dafür, dass zwei oder mehr Teile exakt zueinander ausgerichtet bleiben und nicht verrutschen. Dank der ISO-Norm sind ISO 2338 Zylinderstifte weltweit einheitlich in Abmessungen und Toleranzen, was eine einfache Austauschbarkeit und verlässliche Qualität garantiert. Für Fabory Kunden – vom erfahrenen Ingenieur bis zum technischen Einkäufer – bedeutet das eine sichere Wahl: Sie erhalten standardisierte Stifte, die wichtige Verbindungen zuverlässig stabilisieren.
Spezifikationen
Zylinderstifte nach ISO 2338 sind präzisionsgefertigte, zylindrische Metallstifte zum Verbinden und Positionieren von Bauteilen. Typischerweise bestehen sie aus unlegiertem Stahl (Automatenstahl) oder rostfreiem Edelstahl. Fabory bietet beispielsweise Varianten in Edelstahl A1/A2 und A4 an, wodurch sowohl Standardanwendungen als auch korrosive Umgebungen abgedeckt werden. Die Stifte sind ungehärtet, haben aber eine definierte Festigkeit, sodass sie im Einsatz weder spröde noch zu weich sind. Ein Kennzeichen der ISO 2338 Norm ist die Fertigung mit flachen Stirnenden mit Fase – im Gegensatz zur älteren DIN 7 Norm, die abgerundete Enden vorsah. Die Durchmesser und Längen der Stifte folgen engen Toleranzen (typischerweise Toleranzfeld m6 für den Durchmesser), was eine spielfreie Passung in entsprechend vorbereiteten Bohrungen sicherstellt. Die Nennlänge L wird bei ISO 2338 inklusive der beidseitigen Fasen gemessen, sodass Maße eindeutig definiert sind. Insgesamt sind ISO 2338 Zylinderstifte in zahlreichen Durchmessern und Längen verfügbar, um verschiedenste Konstruktionsanforderungen zu erfüllen.
Vorteile
Die Verwendung von ISO 2338 Zylinderstiften bringt vielfältige praktische Vorteile mit sich. Durch die Standardisierung nach ISO können Konstrukteure sicher sein, dass die Stifte herstellerübergreifend kompatibel sind – ein Stift nach ISO 2338 passt also immer in die entsprechende Normbohrung. Das erleichtert Wartung und Austausch im Maschinenbau erheblich. Die Zylinderstifte selbst ermöglichen eine hohe Montagenauigkeit: Bauteile werden formschlüssig ausgerichtet, was präzises Arbeiten und geringe Toleranzabweichungen im Endprodukt unterstützt. Anders als Schraubverbindungen wirken diese Stifte ohne Gewinde – es gibt also keine Selbstlockerung durch Vibration, und die Montage geht meist schneller vonstatten. Edelstahl-Ausführungen bieten zudem Korrosionsschutz, sodass die Verbindung auch in feuchter oder chemisch anspruchsvoller Umgebung langfristig stabil bleibt. Nicht zuletzt sind Passstifte dieser Norm kosteneffiziente und simple Bauelemente, die in der Anwendung kaum Wartung erfordern. Ihre flachen Enden schließen bündig mit der Oberfläche ab, wodurch keine vorstehenden Teile stören. Insgesamt verbessern ISO 2338 Zylinderstifte die Qualität und Langlebigkeit von Maschinen und Anlagen, indem sie für sichere, genau positionierte Verbindungen sorgen.
Anwendungen und Verwendungstipps
ISO 2338 Zylinderstifte werden überall dort eingesetzt, wo Bauteile exakt positioniert und fixiert werden müssen. Häufig findet man sie im Maschinen- und Anlagenbau, etwa um Getriebegehäuse, Motorlagerungen oder Fertigungsvorrichtungen passgenau zusammenzufügen. In der Automobilindustrie dienen Passstifte zur Ausrichtung von Komponenten in der Montage. Auch im Werkzeug- und Formenbau sind sie unverzichtbar, um z.B. Spritzgussformen oder Stanzwerkzeuge präzise zu zentrieren. Für die korrekte Anwendung ist es wichtig, dass die Bohrungen sauber gefertigt sind – idealerweise präzise gebohrt oder gerieben – damit der Stift formschlüssig sitzt. Beim Einsetzen sollte man darauf achten, die Teile genau auszurichten und den Stift gerade einzuführen; so werden Beschädigungen vermieden. Da Zylinderstifte einen festen Sitz haben, ist das Entfernen meist nur mit geeigneten Austreibwerkzeugen oder Durchschlägen möglich. Tipp: Wenn eine Verbindung häufiger gelöst werden muss, sind konische Kegelstifte die bessere Wahl. Durch ihre kegelige Form lassen sie sich leichter wieder ausbauen. Generell gilt: Für dauerhafte, präzise Verbindungen bieten ISO 2338 Stifte eine unkomplizierte Lösung – wählen Sie Länge und Durchmesser passend zur Bohrung, und die Montage ist in der Regel schnell erledigt.
Kontakt zu Fabory
Sie haben Fragen zu ISO 2338 Zylinderstiften oder benötigen Beratung bei der Auswahl des passenden Produkts? Unsere Fachberater bei Fabory helfen Ihnen gerne weiter. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – ob es um technische Spezifikationen, Verfügbarkeiten oder Alternativprodukte geht, wir stellen sicher, dass Sie die optimale Lösung für Ihre Anwendung finden. Kontaktieren Sie uns für eine persönliche Beratung oder ein individuelles Angebot. Als Fabory-Kunde profitieren Sie von einem umfangreichen Service: über MyFabory können Sie 24/7 bestellen, Ihre Netto-Preise und Lagerbestände einsehen und frühere Bestellungen nachverfolgen. Noch kein Kunde? Jetzt registrieren und Vorteile sichern – hier geht’s zur Registrierung. Wir freuen uns darauf, Sie bei Ihrem Projekt zu unterstützen!
FAQ
Was ist ein ISO 2338 Zylinderstift?
Ein ISO 2338 Zylinderstift ist ein standardisierter zylindrischer Metallstift ohne Kopf, der als Passstift zum Fixieren und Ausrichten von Bauteilen dient. „ISO 2338” ist die Norm, die Maße, Toleranzen und Materialeigenschaften dieser Stifte festlegt. Sie entsprechen im Wesentlichen den früher üblichen DIN 7 Zylinderstiften, jedoch mit flachen Enden statt Kuppen. Durch die Normung nach ISO 2338 kann man sicher sein, dass diese Stifte herstellerunabhängig die gleichen Abmessungen haben und somit austauschbar sind.
Was ist der Unterschied zwischen DIN 7 und ISO 2338?
DIN 7 und ISO 2338 beschreiben beide Zylinderstifte, doch ISO 2338 hat die ältere DIN 7 Norm abgelöst. Die wichtigsten Unterschiede: DIN 7-Stifte hatten leicht gewölbte Enden (Linsenform) und die nominelle Länge wurde ohne diese Kuppen angegeben. Bei ISO 2338 sind die Enden flach mit Fase, und die Länge wird inklusive der beidseitigen Fasen gemessen. In der Praxis bedeutet das, dass ein ISO 2338 Stift meist die gleiche Passform wie ein DIN 7 Stift hat – er lässt sich in der Regel austauschen –, aber minimal anders aussieht (flache Enden) und eindeutig nach der neuen Definition gemessen wird. Außerdem hat ISO 2338 klare Vorgaben für einen zulässigen Härtebereich der Stifte festgelegt, obwohl sie weiterhin als „ungehärtet” gelten.
Wann sollte man einen Kegelstift statt eines Zylinderstifts verwenden?
Kegelstifte sind konische Stifte, die sich verjüngen und daher durch Reibung im Kegelkontakt halten. Man verwendet sie bevorzugt, wenn Verbindungen öfter gelöst werden müssen. Durch die Kegelform lassen sie sich leichter austreiben oder herausziehen – häufig haben Kegelstifte sogar ein Gewinde am dünneren Ende, um sie mit einem Abzieher zu entfernen. Zylinderstifte nach ISO 2338 bieten zwar eine sehr präzise und feste Verbindung, erfordern zum Lösen aber meist kräftiges Austreiben. Für wiederholtes Montieren und Demontieren, z.B. bei Wartungsarbeiten an Maschinen, sind Kegelstifte daher praktischer. In ruhenden, dauerhaften Verbindungen hingegen sind Zylinderstifte ideal, da sie einfach einzusetzen sind und eine bündige, formschlüssige Fixierung bieten.
Gibt es ISO 2338 Zylinderstifte in rostfreiem Edelstahl?
Ja – ISO 2338 Stifte sind neben Stahl auch in Edelstahl erhältlich. Besonders gängig sind Ausführungen in A1/A2 Edelstahl (entspricht rostfreiem Stahl, z.B. AISI 304) sowie in A4 Edelstahl (säurebeständig, z.B. AISI 316). Diese rostfreien Zylinderstifte werden überall dort eingesetzt, wo Korrosionsschutz wichtig ist, etwa in der Lebensmittelindustrie, im Außenbereich oder in feuchter Umgebung. Bei Fabory finden Sie eine Auswahl an Edelstahl-Passstiften nach ISO 2338, die die gleiche Maßgenauigkeit wie die Stahlvarianten bieten. Dadurch können Sie auch in anspruchsvollen Umgebungen präzise und langlebige Verbindungen realisieren.